In der St. Marienkirche in Bad Belzig finden Sie das

Brandenburgische Orgelmuseum



Bisher haben folgende Instrumente hier ihr Zuhause:

Die Orgel von Johann Adolarius Papenius aus dem Jahre 1747. Sie stammt aus einer abgebrochenen Kirche in Hordorf bei Magdeburg und wurde 1979 hier eingeweiht. Mit ihren 20 Registern auf 2 Manualen und Pedal ist sie das größte Instrument des Raumes und besitzt 1.102 Orgelpfeifen.

Die Kabinettorgel, welche um 1810 erbaut sein dürfte. Sie trägt deutliche Spuren eines brandenburgischen Meisters und kann sowohl über ein Fußpedal, als auch über einen Gebläsemotor mit Wind versorgt werden. Ihre 5 Register lassen 222 Pfeifen zuzüglich eines Zimbelsterns erklingen.

Aus Ilbersdorf bei Köthen stammt die wertvolle Orgel, die Friedrich Giese aus Dessau 1867 erbaute. Die dortige Kirche wurde 2006 geschlossen und soll ab 2012 teilweise abgetragen werden. Nun konnte die Orgel Dank einer Spende abgebaut und nach Bad Belzig transportiert werden. Nach der Restaurierung wird sie 8 Register und ein wundervoll weiches frühromantisches Klangbild zeigen.

Die Dorforgel aus Toppel ist eine Leihgabe der Orgelfirma Schuke aus Werder. Dieses 1906 erbaute Werk des Firmengründers besitzt eine pneumatische Taktur und einen romantischen Klangaufbau, der im krassen Gegensatz zur Papenius-Orgel steht. Sie hat 189 Orgelpfeifen.

Die Salonorgel aus dem Hause Jehmlich kam aus Neubrandenburg nach Klepzig. Als dort eine besser zum Raum passende Orgel Einzug hielt, kam sie nach Bad Belzig. Auch diese Orgel wird pneumatisch traktiert, sie muss noch in einigen Punkten restauriert werden. (Gehäuse und Pedalwindlade).

Ein Serienpositiv aus dem Hause Sauer in Frankfurt/Oder zeigt, wie mit sehr einfachen Mitteln eine kleine Pfeifenorgel zu DDR-Zeiten gebaut wurde. Sie wird über einen Fußschöpfer mit Wind versorgt, hat 3 Register und bei einem verkleinerten Tastenumfang 132 Pfeifen.

Die Haus- und Übeorgel des Kantors ist das jüngste Instrument im Kirchenraum. Erbaut 1998 von Orgebaumeister Tzschöckel aus Württemberg handelt es sich um eine Truhenorgel mit aufgesetztem 2. Manualwerk und angehängtem Pedal. Somit kann jede Orgelliteratur mit 4 Registern und 212 Pfeifen eingeübt werden.

Die kleinste Orgel stellt ein Tischportativ dar, welches der ehemaligen und 2011 verstorbenen Kantorin Thea Labes gehörte. Mit einer Hand betätigt man den Balg, mit der anderen können ein- oder zweistimmige Stücke auf sehr schmalen Tasten und mit 25 Pfeifen gespielt werden.

Ein Clavichord in historischer Bauweise und ein aufwändig gestaltetes Harmonium aus der Bricciuskirche Bad Belzig komplettieren die Instrumentensammlung.



Schauen Sie doch einmal herein!